Tombow -Testbericht

Ich werde oft wegen verschiedener Zeichenmaterialien gefragt und sammle hier nun meine Erfahrungen als Berichte /Tests. Nebenher gibt es auch dazu ab und zu einen Stream bzw ein Video davon auf Twitch. Mein erster Bericht ist über die Tombows. Viel Spass dabei :)  Mein Twitch- Account findet ihr hier: www.twitch.tv/inga_sem

Die Liste:

Grauer Multiliner:

Multiliner Schwarz:

Benutztes Material neben den Tombows:

 

Multiliner 0.1 schwarz

Multiliner 0.1 grau

Faber Castell Albrecht Dürer Aquarellbuntstifte

Nagellack ( kein Bild vorhanden)

Gelstifte (kein Bild vorhanden)

 

Vorhandene Tombow-Sets da gehabt:

 

18x Pastel colorus

18x Primary colours

 

Papiere:

 

Tombow Sketching Bristol Papier

Tombow Aquarell Papier

D&S Skizzenbuch /Hahnemühle

Carnet Aquarellpapier / Hahnemühle

 

 


Die Tests:

Motiv Rosen

Rosen eignen sich sehr gut, um Farb- und Materialtests zu machen. Dabei lassen sich dann auch gut Unterschiede zu Material und Papier sehen. In diesem Fall bot sich das an, mehrere Farben umzusetzen:

 

Farben für die Rosen:

 

Blaue Rose: 451, 452, 535

Pinke Rose: 723, 761, 755

Violette Rose: 673, 623, 603, 606

Orangene Rose: 055, 925, 905

 

Für die vier Rosen habe ich das Aquarell Papier von Tombow verwendet. Die Farben bekommen auf diesen Papier eine sehr schöne Leuchtkraft. Es lässt sich auch sehr gut mit einem Wassertankpinsel nachträglich arbeiten. Wichtig ist, dass man beim ersten Benutzen der Tombows keinen Schreck bekommt, da sich beim Auftragen der Farbe (bevor dann das Wasser benutzt wird) kleine „Stückchen“ auf dem Papier bilden bzw das Papier sich löst. Diese verschwinden nach dem Trocknen und sollten doch noch welche vorhanden sein, kann man sie einfach „wegwischen“. Weiche Verläufe stellen keine Probleme da, schon alleine, weil man mit einer Farbe einen Verlauf schaffen kann. Nimmt man mehrere Töne, kann man mit dem Wasser die Übergänge natürlich gut vermsichen. Bei zu viel Wasser , sollte man nur darauf achten, die Stelle etwas trocken zu tupfen, sonst kann es zu Ausfransungen an den Rändern führen. Auch verschwimmen durch das Arbeiten mit Wasser die Multiliner nicht und lassen die Ränder sauber wirken.

 

Für die Rosen habe ich einen grauen Multiliner verwendet.

 

Zwischendurch sollte man nur darauf achten, dass die Spitze vom Wassertankpinsel gereinigt wird. Aber auch nach dem Arbeiten mit einem hellen Ton auf dunkler Farbe empfiehlt es sich, einmal kurz die Spitze mit einigen Strichen auf einen Schmierblatt zu reinigen.

 

Die Pinselspitze der Tombows ist etwas fester, aber flexibel genug, um grössere Flächen auszuarbeiten. Nachträglich kann man eh noch einmal mit Wasser drüber gehen, damit Flecken bzw unsaubere Übergänge verschwinden. Durch die Möglichkeit die Farbe mit Wasser zu vermalen, spart man auch einiges an Farbe und kann so auch einige Bilder fertigstellen.

 

 

Tombow Aquarellpapier

Tombow Sketching Paper

D&S Hahnemühle Papier


Motiv Elfenbild

Bei dem Elfenbild habe ich dann mit einem schwarzen Multiliner gearbeitet und dort passierte auch nichts (kein verschwimmen /verwischen).  

 

Farben für das Elfenbild:

 

062, 977, 452, 947, 899, 879, 845, 755 243, 245, 346, 990, 912, 451

 

Durch dieses Motiv konnte ich auch gleich ausprobieren, wie sich die Tombow mit Polychromos /Aquarellstiften kombinieren lassen. Was auch sehr gut klappte. Dies kann man bei den Haaren sehen. Dort habe ich dann nach der Grundierung noch mit einem braunen Aquarellbuntstift die Struktur der Haare etwas detailierter ausgemalt. Für die Schattierungen (Rüstung, Rosen, Umhang) habe ich ein dunkles Braun (879) verwendet. Mit einem schwarzen Aquarellstift habe ich dann den Umhang dann noch zusätzlich bearbeitet.

 

Um einen hübschen Effekt in der grünen Rüstung zu schaffen, nutzte ich das dunkle Braun auch gerne um die Rüstung noch rötlich zu färben. Dadurch gibt es dem Grün noch einen hübschen Ton.

 

Nach dem Trocknen des Bildes (auch bei den Rosen) blieb die Farbe auch von der Leuchtkraft bestehen.

 

(Natürlich teste ich noch aus, wie sich Tombows im UV- Licht verhalten, aber das klappt nur, wenn wieder Sonnenschein ist. Der Test folgt also noch.)

 

 


Weiteres Papier:

Das Bristol Papier ist sehr glatt von der Oberfläche her, eher fürs Sketchen (steht auch auf dem Cover) geeignet, als ausführliche Zeichnungen zu machen, wie das Elfenbild zum Beispiel. Das Motiv der Rose klappte auf dem Papier nicht sehr gut (siehe Bild). Vermutlich kann man aber gut mit Tinte und Schriften darauf arbeiten (Handlettering ). Für kleinere Motive eignet es sich. Was ich aber vermute , aber nochmal testen müsste, wäre die Wirkung von Alkoholmarkern auf diesem Papier.

 

Das Carnet Aquarellpapier funktionierte leider gar nicht mit den Tombows zusammen. Wichtig ist bei den Tombows, dass das Papier nicht zu rau ist, auch wegen der Pinselspitze, da diese bei zu rauen Papier schneller abnutzen. Leider war es für die Tombows auch nicht saugstark genug, so dass die hellen Farben mehr als hell wurden.

 

Das D&S Papier gab der Rose beim Ausprobieren einen netten Effekt. Zu viele Schichten gehen leider nicht, aber für schnelle Skizzen und mit etwas Wasser kann man auch hier gut arbeiten. Zu viel Wasser führt zum Aufrauhen des Papieres bzw Ausfransen. (siehe Bild).

 

 

Was man noch mit dem Tombows kombinieren kann:

Da man gerne (vor allem im illustrativen Bereich ) auch Materialien kombiniert, habe ich auch Gelstifte (Gold, Weiss und Grün) und Nagellack auf der Farbe ausprobiert. Nagellack ist bei einigen Materialien natürlich mit Vorsicht zu geniessen, aber hier hat es keine Auswirkungen auf die Farbe. Die Farbe bleibt kräftig und auch der Nagellack kommt darauf gut zu Geltung (zB für Kleidung kann man diesen ja sehr gut benutzen). Gelstifte lassen sich auch auf den Tombow Farben sehr gut verwenden.

Mein Fazit

 

Es war eine sehr interessante Erfahrung mit den Tombows zu arbeiten und es werden wohl noch einige Bilder damit folgen. Mir gefallen die kräftigen Farben und was man trotz der Wasserfarbe an Feinheiten ausmalen kann. Dank der Pinselspitze. Ich persönlich habe die andere Spitze nicht benutzt, da man mit der Pinselspitze alle Strichstärken bekommen kann, die man beim Ausmalen braucht. Wichtig ist bei dem Kauf, eine Echtfarbliste zu erstellen bzw vor Ort die Farben zu testen, da digitale Listen nicht immer ganz an die Originalfarben herankommen, vor allem nicht an die Leuchtkraft. Ob es für einen selber etwas ist, muss man ausprobieren, da ja jeder Künstler einen anderen Geschmack hat.

 

Ein Video kann man sich auch hier anschauen: Elfenbild Teil 2 (Unter Videos)

 

Twitch: www.twitch.tv/inga_sem

 

 

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